Auch der Löwenzahn zählt zu den wohl bekanntesten Pflanzen, vielleicht auch unter anderem Namen, und davon gibt es jede Menge. Hier ein paar auserwählte: Saubleame, Butterblume, Pisskraut, Bettseucher, Bumparadl, Pfaffenöhrlein, Laternenblume, Bettbrunzer…

Ein paar der Namen deuten schon auf seine Wirkung hin. Der Löwenzahn ist sehr intensiv entgiftend, was uns natürlich auf die Toilette treibt – bitte nicht ins Bett p…! Aber nicht nur Entgiftung bietet er uns an. Er ist eine besondere Kraftpflanze, die uns im Frühjahr mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt, wie kaum ein Salat aus dem Treibhaus es vermag, so sehr er das vielleicht auch will. Da ist er einfach unschlagbar: Seine Blätter enthalten neunmal so viel Vitamin C und vierzigmal so viel Vitamin A wie Salat und dreimal so viel Eisen wie Spinat. Tja!

Für die Suppe ist er nun schon etwas groß gewachsen und enthält daher mehr Bitterstoffe. Diese wirken sich äußerst anregend auf den Stoffwechsel aus und die Verdauungssäfte beginnen zu fließen. Ich würde ihn sparsam verwenden und /oder ihn vor der Verwendung etwas in lauwarmem Wasser entbittern lassen. Das ist Geschmackssache.

Die Blüten, die sich jetzt immer mehr rauswagen, zeigen uns die Sonnennatur dieser Pflanze. Sie erhellt unser Gemüt und bringt uns Schwung bei Frühjahrsmüdigkeit. Täglich fünf Blüten zu essen ist ein empfehlenswerter Genuss. Die Blüten kann man auch zerzupft als Deko über die fertige Gründonnerstagssuppe streuen, sieht schön aus und ist lecker.

Rein soll er jedoch auf jeden Fall in die Suppe, also möglichst in Form junger Blätter oder Blüten!

Hier noch ein Rezept das uns besonders gut mit Vitaminen versorgt:

Löwenzahnsalat

Junge, zarte Löwenzahnblätter wie Endivien in Streifen schneiden. Eine Salatschüssel mit Knoblauch ausreiben, die Blätter hinzugeben und eine halbe Stunde ziehen lassen. Ein Dressing aus Öl, Essig, saurer Sahne, Senf und Provencekräutern mit den Löwenzahnblättern mischen. Wer will kann auch noch hart gekochte Eier dazu geben, die den bitteren Geschmack mildern. Manche mögen auch gebratenen Speck dazu.

 

Josef Guggenmos hat ein Gedicht geschrieben, das schon ein paar Tage vorgreift:

Verblühter Löwenzahn

Wunderbar steht er da
im Silberhaar.

Aber eine Dame,
Annette ist ihr Name,
macht ihre Backen dick,
macht ihre Lippen spitz,
bläst einmal, bläst mit Macht,
bläst ihm fort die ganze Pracht.
Und er bleibt am Platze
zurück mit einer Glatze.