Am Samstag, den 18. Oktober 2025, feiern wir unser Jubiläum – und zwar dort, wo Geschichte und Geselligkeit zusammenkommen: im Café Museum in Passau. Rund 100 Gäste – fast nur Mitglieder – sind gekommen, um mit uns auf ein Jahrzehnt solidarische Landwirtschaft und Gemeinschaftsarbeit anzustoßen.

Schon früh am Abend liegt eine spürbare Mischung aus Vorfreude und Nervosität in der Luft. Das Partyteam ist überpünktlich vor Ort, letzte Schilder werden beschriftet, die Raumaufteilung improvisiert gelöst. Mit einem Mostschnapserl zur Einstimmung und Sekt mit Sanddorn zur Begrüßung kommen wir ins Gespräch: alte Weggefährtinnen, neue Mitglieder, Freundinnen, Unterstützer*innen mischen sich unter die Gäste, überall entstehen kleine Gesprächsinseln. Die Stimmung ist warm, offen und vertraut.

Der offizielle Teil findet schließlich dicht gedrängt unten am Klavier statt. Die Jubiläumsansprache unserer Vorstände ist getragen von Dankbarkeit und Humor, von Rückblicken und Ausblicken. Geschenke für Alex und Flo würdigen Engagement und Kontinuität. Dann wird’s höchst gewagt: Die drei Vorstände Heidi, Flo und Mäc haben den Mitgliedern ein bayerisches Lied gewidmet – den Fensterstockhias, eigens umgedichtet auf all die kleinen und großen Anekdoten aus zehn Jahren Vereinte Wurzelwerke, niemand bleibt verschont. Das Gelächter ist groß, der Applaus ebenso, und spätestens jetzt ist klar: Wir feiern nicht nur ein Jubiläum, sondern uns als Gemeinschaft.

Danach zieht es alle zum Buffet, das Terli und Gabi vorbereitet haben. Die Auswahl ist reichhaltig, manches intensiv gewürzt, anderes besonders fein – Anlass für Gesprächsstoff, Lachen und unterschiedliche Geschmäcker. Hinter der Theke und rund um die Technik wird noch organisiert und improvisiert.

Im Laufe des Abends entstehen viele besondere Begegnungen: Gespräche über Pilzfunde, Musik, Podcasts, Lebenswege, Architektur, Solawi-Anfänge und erste Aha-Momente am Acker. Menschen erzählen, wie sie zu den Wurzelwerken gefunden haben – manchmal mit Zögern, das sich meist in Begeisterung verwandelt hat.

Musikalisch ist der Abend eine kleine Herausforderung, doch am Ende trägt die Improvisation. Spätestens als Ton Steine Scherben aus den Lautsprechern scheppern und mehrere Generationen mitsingen, ist klar: Dieser Abend gehört uns allen.

Um Mitternacht wird immer noch getanzt – wild, ausgelassen und fröhlich. Ein gutes Dutzend Unermüdlicher hält bis fast halb zwei durch, bevor wir gemeinsam abbauen und erschöpft auseinandergehen.

Zehn Jahre Vereinte Wurzelwerke – das sind viele Hände, viele Stimmen, viele Geschichten. Dieser Abend hat sie zusammengeführt.

 

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