Unser Ackertag am 11. Juli 2026 begann dieses Mal bereits zu einer für die Solawi ungewöhnlichen Uhrzeit: Um 7:00 Uhr trafen sich die ersten fleißigen Helferinnen und Helfer auf dem Acker. Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Bei noch angenehmen Temperaturen wurde unermüdlich gejätet, gehackt und gepflegt.

Nach getaner Arbeit und einer gemeinsamen Brotzeit wartete auf uns eine neue Wurzelwissens-Veranstaltung: Andreas Kammermeier nahm uns mit in die Welt der Naturheilkunde. 

Unter dem Titel „Naturheilkundliche Erste Hilfe für Kinder und Erwachsene, bei gängigen Verletzungen und Infektionen – ein Jahrhunderte alter Erfahrungsschatz droht in Vergessenheit zu geraten“ zeigte er in seinem Vortrag auf, dass die Naturheilkunde den Menschen stets als Ganzes betrachtet. Während die klassische Medizin häufig vor allem Krankheitserreger und Symptome behandelt, richtet die Naturheilkunde ihren Blick auf den gesamten Organismus und dessen Fähigkeit zur Selbstregulation. Dabei wurde deutlich, dass Symptome oft nicht die eigentliche Ursache einer Erkrankung sind – ähnlich wie Schimmel an einer Wand nicht das Problem selbst, sondern vielmehr ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Feuchtigkeit ist.

Interessiert lauschen die Anwesenden den Worten des Referenten
Interessiert lauschen die Teilnehmer

Andreas erläuterte zudem, welche Faktoren unsere Gesundheit langfristig beeinflussen können: Schlafmangel, Mangelerscheinungen, chronischer Stress, Umweltbelastungen oder auch unerkannte Entzündungsherde im Körper. Besonders spannend war die Erkenntnis, dass unser Immunsystem ständig zwischen Aktivierung und Beruhigung wechseln muss – und dass viele Menschen heute dauerhaft in einer Art Alarmzustand leben.

Natürlich kamen auch ganz praktische Aspekte nicht zu kurz. So erfuhren wir beispielsweise, dass altbewährte Heiltees häufig unterschätzt werden, welche Bedeutung Tinkturen und homöopathische Mittel in der Naturheilkunde haben können und welche pflanzlichen Präparate traditionell bei Beschwerden wie Fieber, Infekten, Schmerzen oder Magen-Darm-Problemen eingesetzt werden können.

Die zahlreichen Nachfragen im Anschluss zeigten, wie groß das Interesse an diesem Thema war. Ein herzliches Dankeschön an Andreas für den spannenden und vielseitigen Einblick in die Naturheilkunde!