Was steckt eigentlich hinter den Demeter-Präparaten? Und wie fühlt es sich an, sie selbst herzustellen? Genau darum ging es bei unserem Ackertag am 18. April 2026 – bei herrlich sonnigem Wetter und mit über 20 helfenden Händen auf dem Feld.

Eine Übersicht der vielen umgetopften Erdbeeren
Ein Einblick in die geleistete Arbeit

Am Vormittag wurde erst einmal kräftig angepackt. Sellerie und Zwiebeln fanden ihren Platz in der Erde, die Erdbeeren wurden umgetopft und überall waren große und kleine Mitglieder gemeinsam im Einsatz. Schön zu sehen, wie selbstverständlich hier alle mitwirken. Auch Jason war auf dem Acker unterwegs und behielt alles im Blick.

Kater Jason überwacht den Gemüseanbau
Jason behielt alles im Blick – die neu gesetzten Pflanzen gelten hiermit als „Abgenommen“.

Nach der gemeinsamen Brotzeit ging es dann in den zweiten Teil des Tages: Wissensvermittlung und Präparatearbeit. Florian und Thomas gaben Einblicke in die Bedeutung der biodynamischen Präparate für die Landwirtschaft – sie helfen dabei, den Boden lebendig zu halten und ihn Jahr für Jahr mit neuer Kraft zu versorgen.

Thomas und Florian berichten über Demeter-Landwirtschaft
In lustiger Runde führen uns Thomas und Flo in die Herstellung von Demeterpräparaten ein

Die Ursprünge der biodynamischen Arbeit reichen zurück in die 1920er Jahre: Auf Impulse von Rudolf Steiner hin entwickelte sich die biodynamische Landwirtschaft als Antwort auf erste Anzeichen von Bodenerschöpfung. Später wurde diese Form des Wirtschaftens unter anderem durch Jürgen Fritz und viele engagierte Landwirt*innen weitergetragen und im Demeter-Verband verankert. Bis heute steht der Verband für einen ganzheitlichen Blick auf Boden, Pflanzen, Tiere und Mensch. Wir sind stolz darauf auch unseren Acker nach diesen Prinzipien und Leitlinien zu bewirtschaften.

Nach einem kurzen Theoriepart packten nochmal alle mit an: Zwei der Demeter-Präparate wurden gemeinsam hergestellt. Zunächst wurde der bereits vorbereitete Hornmist weiterverarbeitet. Dafür wurden die im letzten Jahr vergrabenen Kuhhörner ausgegraben und der darin gereifte Mist ausgeschlagen. Das rhythmische Klopfen der Hörner an einem Holzstamm klang fast wie ein Trommeln. Ein Klang, der so wirkte als würde er den Acker nach dem Winter wieder zum Leben erwecken wollen.

Groß und Klein half mit die Hörner auszuschlagen
Hand in Hand mit Groß und Klein: Alle halfen beim Ausschlagen der Hörner

An einer zweiten Station wurde ein flüssiges Präparat aus Hornmist und Fladenpulver angerührt. Eine Stunde lang wurde in gleichmäßigem Rhythmus gerührt – eine schweißtreibende, aber durch die vielen Helfer*innen gut zu bewältigende Aufgabe. Auch hier zeigte sich wieder: Gemeinsam geht vieles leichter.

Ein großes Dankeschön an Florian und Thomas für den Einblick und die Möglichkeit, das Gelernte direkt praktisch umzusetzen. Der Tag hat bei vielen Lust auf mehr gemacht und viele waren sich einig: So ein Präparate-Tag darf gerne wieder stattfinden.